Schlaflos in Ulm
Candela Sommerfest 2010

Wir schreiben den 21.August 2010 – vielleicht einer der letzten heißen Sommertage in diesem Jahr. Die Mitarbeiter von Candela treffen sich spontan zu einer Grillparty am Standort in Ulm. Stellt sich die Frage: warum?
Nun, einer der Gründe ist sicherlich das Abschneiden diverser Kollegen beim diesjährigen internen WM-Tippspiel. Schließlich mussten die satten Gewinne fulminant auf den Kopf gehauen werden – gemeinsam versteht sich!
Hier ein paar Eindrücke eines großartigen Abends unter dem Sternenhimmel Ulms.


Den Brötchen so nahe
Bäckerei HUG eröffnet erste Filialen

Seit 1877 werden für die Eidgenossen frische Brötchen und Backwaren durch die Traditionsbäckerei HUG hergestellt.
Für das Familienunternehmen Grund genug nach mehr als 130 Jahren ein neues Rezept für die Außenwirkung zu kreieren.
In Zusammenarbeit mit der Agentur für Marken(t)räume wurde so ein frischer Markenauftritt gebacken.
Neben neuen Räumlichkeiten, Grafiken und weiteren Zutaten, wird das Ganze mit Licht aus den schwäbischen Lichtplanungsstuben von Candela abgeschmeckt.
Bei der Verfeinerung der einzelnen Filialen unterscheidet sich hierbei unsere Arbeit kaum von der des Bäckermeisters.
So werden auch in Zukunft nur beste Zutaten geplant und geliefert, damit jedes Stück zu einem Genuss wird - lecker!

Weltkongress des Lichts
100kg Kekse in Glühlampenform

3 Tage harte Arbeit und reger Austausch
15 Fotografen, Kameramänner und Tontechniker…
28 Dolmetscher und 12 Referenten in 5 Sprachen…
3 Meisterköche und Ihre Interpretation einer italienischen Sommernacht…
40 Musiker und Tänzer für eine bukolische Nacht im barocken Garten der Villa Albergati
1000 Flaschen sizilianischen Wein aus eigenem Anbau…
500 Architekten, Lichtplaner und Lichtkünstler aus allen Teilen unserer Welt…
und
2 Candelaner mittendrin,
auf dem ersten Weltkongress des Lichts in Bologna,
ausgerichtet durch unseren italienischen Partner ViaBizzuno und dessen kreativen Kopf Mario Nanni.
Vielen Dank, Mario, für Deine Inspiration, Deine Kraft und Deine Visionen!
Es wäre so manches einfacher, würde es mehr Menschen wie Dich geben.
Michele und Peter

Fotos: Candela | Pdf: Biscotto Rezept (1.5 MB)
Freud und Leid in Dur und Moll ...
... ist kein Gemütszustand stressgeplagter Lichtplaner, sondern eine Ausstellung im Landesmuseum Württemberg. Diese zeigt die Musikkultur Baden-Württembergs im Laufe der Jahrhunderte.
Die Gestalter des Stuttgarter Büros Space 4 lassen den Besucher in sechs musikalische Gefühlswelten eintauchen: Freude, Angst und Aggression, Glaube, Wir-Gefühl, Trauer und Liebe.
Diese tiefen Emotionen werden durch die entsprechende Lichtstimmung nochmals intensiviert.
Sowie Musik eine Sprache der Gefühle ist, ist auch Licht eine Ausdrucksweise von Stimmungen.
Im Raum der Freude wird die dynamische Raumstruktur durch farbenfrohe, runde Pendelleuchten hervorgehoben. Im Raum der Angst und Aggression werden die Exponate durch Licht von unten in ihrer Dramaturgie verstärkt. Bewusst dunkler gehalten wird der Raum des Glaubens, dort wird die Sakralität durch kerzenähnliche Leuchten verstärkt. Sanfte Lichtpunkte hinter fließenden Stoffen, gleich Glühwürmchen, verleihen dem Raum der Liebe eine weiche emotionale Lichtstimmung.
Fotos Space4

Porto Platanias Beach Resort, Kreta
Funkelndes Licht im Sparkling SPA
Auf der schönen Urlaubsinsel Kreta entstand im Untergeschoss des 5-Sterne Hotels Porto Platanias Beach Resort & Spa durch die Architekten schienbein_pier+partner eine Oase der Ruhe und des Wohlfühlens.
Nur ein großes Oberlicht über dem Wasserbecken lässt den Urlaubstrubel, der außerhalb des SPA herrscht, erahnen.
Helle Böden, warme Farben, gerade Raumlinien und strukturierte Wände gepaart mit Lichtakzenten ziehen den Blick des Betrachters auf sich.
Klare Spotreihen zeigen dem Besucher seinen Weg durch das SPA, spielerisch angeordnete Downlights im Lounge- und Beckenbereich lockern die strengen Linien auf und laden zum Verweilen ein.
Von innen rotglühende Saunakuben zeigen schon von Weitem den wärmeren Bereich, in dem man schnell zum Schwitzen kommt. Aber auch klare Lichtfugen im Bereich der Sitzstufen schaffen ein ruhiges Ambiente zum Entspannen.
Lichtakzente durch helle Spots und weiche leuchtende Fugen, sowie durchleuchtete Vorhänge, ähnlich einem Scherenschnitt, verwöhnen den Besucher bei Massage, Vichy-shower und Co.
Der weiße lichtdurchflutete Relax-Bereich rundet eine sinnliche Reise durch Licht, Wasser und Wärme ab.


Sehen, hinsehen, ansehen
Stuttgarter Nachrichten vom 09. Januar 2010
Querschnitt Nummer 6 • Samstag, 9. Januar 2010 V1
Um eine Wohnung ins rechte Licht zu rücken, sind im Prinzip nur drei Leuchtquellen nötig.
Egal wie teuer die Wohnzimmerlampe auch war, das Licht der Sonne wird sie nie ersetzen können. Trotzdem lohnt es, sich ein paar Gedanken über die häusliche Beleuchtung zu machen.
Denn Licht wirkt sich entscheidend auf unser Wohlbefinden aus.
Von Carolin Sadrozinski
Die Meinung von Candela ist gefragt:
Zitate aus dem Zeitungsartikel zum Thema Licht und Wohlfühlen
Noch Tausende Jahre später kann die richtige Lampe an der richtigen Stelle dafür sorgen, dass man sich in den eigenen vier Wänden zu Hause fühlt. Wer nach einem Umzug sein Wohnzimmer eine Zeit lang mit einer nackten Glühbirne beleuchtet hat, weiß das. Alle Lieblingsmöbel können an ihrem Platz stehen, richtig gemütlich wird es erst, wenn die passende Lampe hängt oder steht. „Eines der Ziele einer guten Beleuchtung ist es, dass sich der Mensch darin genauso wohl fühlt wie bei natürlichem Licht“, erklärt Michele Rami vom Stuttgarter Lichtplanungsbüro Candela. Eine einzelne Birne an der Zimmerdecke reicht dafür nicht aus. Auch in der Natur kommt die Sonne als Kombination aus dem weichen, gebrochenen Licht des Himmels und einzelnen, lebendigen Strahlen auf der Erde an. Um Innenräumen buchstäblich in einem guten Licht erstrahlen zu lassen, gehören laut Rami in jedes Zimmer drei unterschiedliche Arten von Licht: Raumlicht zum Sehen, Akzentlicht zum Hinsehen und Stimmungslicht zum Ansehen. „Verschiedene Situationen brauchen unterschiedliche Lichtwirkungen“, sagt der Experte. Im Essbereich werde das besonders deutlich. Bevor das gemeinsame Mahl beginne, sei das diffuse Raumlicht besonders wichtig. Es sorge – etwa über einen Deckenfluter – für die Grundhelligkeit beim Tischdecken oder beim Empfang der Gäste. Der Besuch kann alles sehen. Es gibt keine tiefdunklen Ecken, vor denen er sich unbehaglich fühlt. Beim Essen sorgt eine Pendelleuchte über dem Tisch für die Akzentbeleuchtung. Diese erhellt die Tischplatte und lässt den restlichen Raum in den Hintergrund treten. Die Personen am Tisch können sich zwar gegenseitig gut erkennen, werden aber nicht geblendet. Nach dem Essen werden Raumund Akzentlicht gedimmt. Eine Steh-oder Wandleuchte sorgt dann für gemütliche Stimmung, die Kerze auf dem Tisch kommt dabei besser zur Geltung. Das macht die Gespräche persönlicher und intensiver. Eine sündhaft teure High-Tech-Beleuchtung sei dafür nicht zwingend erforderlich, sagt Rami. Im Gegenteil: Weniger ist oft mehr. „Durch die technischen Möglichkeiten verlernen wir, über den richtigen Einsatz von Licht nachzudenken.“ Viele kostspielig eingebaute Leuchtsysteme würden nie genutzt, weil sie entweder zu kompliziert zu bedienen seien oder nicht die gewünschte Stimmung erzeugten. Für die Wirkung des Lichts ist nicht nur die Lampe entscheidend. „Licht funktioniert nur in Verbindung mit dem Material“, erklärt Rami. Mit einem Glastisch etwa lasse sich das Gefühl einer gemütlichen Tafel nur sehr schwer erzeugen. „Da fehlt die Reflexion.“ Auch entstehe in einem Raum mit Sichtbetonwänden automatisch ein kühleres Licht, während eine Natursteinfassade ein warmes Streiflicht zurückwerfe. Wer dies in seine Überlegungen einbezieht, findet das Licht, das er sucht. Ansonsten erzeugt man nur Lichtverschmutzung.
Auch Michele Rami ist davon überzeugt, dass künstliches Licht die Sonne nie ganz ersetzen kann. „Wir betreiben einen ungeheuren Aufwand, nur um die Natur zu imitieren.“ Wer dieser Tage gähnend den Sommer herbeisehnt, weiß, dass dies nur unzureichend gelingt.

Dem Beton das Leuchten lehren

Heller Sichtbeton, große Glasflächen, Stahl mit Patina: Von den Einfamilienhäusern der Umgebung hebt sich das Haus W bei Esslingen schon rein äußerlich deutlich ab. Im Inneren machten sich Bräuning Architekten die Hanglage zunutze und schufen einen raffinierten Grundriss, dessen Dramaturgie Candela bei der Entwicklung des Lichtkonzeptes aufgriff. Im schmalen Eingangsbereich sorgt Licht von unten für ein geheimnisvolles Ambiente, das die Spannung auf die vor dem Besucher liegenden Wohnräume erhöht. Flur und Durchgangsbereiche werden von einer Wechselwirkung zwischen strengen Lichtfugen und spielerisch angeordneten Spots inszeniert. Dahinter öffnet sich der über vier Ebenen reichende Wohnbereich, der nicht nur spannende Blickbeziehungen innerhalb des Split-Level-Systems, sondern auch eine überwältigende Aussicht auf das umgebende Grün bietet. Durch die ineinander fließenden Räume erscheint dieser Bereich wie eine große Bühne, deren zum Teil roh belassenen vertikalen und horizontalen Begrenzungsflächen Candela in das passende Licht tauchte. Wände und Decken verwandeln sich dadurch in Leuchtkörper, die die reduziert gestalteten Räume - zusammen mit dem roten Boden - warm und einladend wirken lassen.

Getrübte Freude

Kondome schützen – bisweilen nicht nur vor Krankheitserregern oder unerwünschtem Nachwuchs, sondern sogar vor zu ambitionierten EU-Richtlinien. Der Gummiüberzieher, den das Büro des Münchner Lichtgestalters Ingo Maurer vorschlägt, wirkt jedenfalls wunderbar gegen das umstrittene Verkaufsverbot matter Glühlampen, das ab September 2009 in Kraft treten soll. Um den vollen Schutz zu erzielen, muss der Verbraucher allerdings selbst Hand anlegen und das Lichtkondom vorsichtig über eine klare Glühlampe rollen. Gewappnet vor den Folgen der Brüssler Bürokratie kann er sich dann entspannt zurücklehnen und weiterhin das lieb gewonnene, sanfte Licht genießen.
Küsse für Candela
Für den Fall, dass die Muse mal einen schlechten Tag hat, gibt es bei Candela einen süßen Ersatz: den Schokokuss. Die anspruchsvollen Lichtplaner bevorzugen dabei die Edel-Variante der Firma Eugen Trauth & Söhne. Aus der Pfalz in die Stuttgarter Kronenstraße gelangen die handgemachten Leckereien durch die Mitarbeiterin Sandra Zanker, die gerne Küsse verteilt – auch wenn die dann schneller verschwinden, als ihr lieb ist.
Candela in Ulm

Die Künstler und Kreativen in dem Ulmer Altstadtviertel "Auf dem Kreuz" haben Zuwachs bekommen: Seit Anfang des Jahres findet sich dort in einem mittelalterlichen Fachwerkhaus die erste Zweigstelle von Candela. Ein Blick durch die Fenster des Erdgeschosses zeigt den strahlend weißen Arbeitsplatz von Peter Baur, der von hier aus die Stadt und ihre Umgebung in neues Licht taucht.Wenn es draußen dunkel wird, verwandelt sich der Raum in eine große Laterne: Eine Lichtinstallation lässt das Innere in verschiedenen Farben leuchten und zieht neugierige Nachtschwärmer an.













